Bereits am Eingang wurden die Gäste von einigen jungen Geschwistern herzlich begrüßt. Sie erhielten Namensaufkleber und durften sich auf einem selbst gebastelten „Mutsegelschiff“ eintragen. An einer Pinnwand mit der Aufschrift „Jesus ist mit im Boot“ konnten die Teilnehmenden außerdem markieren, was ihnen Angst macht – zum Beispiel Krankheit, Krieg oder Alleinsein – und was ihnen Mut gibt, etwa Familie, Gespräche, Gebet oder Gottvertrauen.
Nach der Begrüßung im Kirchenschiff starteten die Workshops in altersgerechten Gruppen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene beschäftigten sich jeweils auf ihre Weise mit den „Stürmen des Lebens“ und der Frage, woher Mut kommen kann.
Im Anschluss wartete ein reich gedecktes Mittagsbuffet auf alle Teilnehmenden. Von süß bis herzhaft war alles dabei, denn jeder hatte etwas Leckeres mitgebracht. Nach der gemeinsamen Pause mit viel Austausch, Gesprächen und Spiel, trafen sich Kinder und Jugendliche noch einmal, um sich musikalisch einzustimmen und gemeinsam Lieder zu proben.
Um 14 Uhr begann der Gottesdienst, der von Priester Simon Egehave gehalten wurde. Das Bibelwort stand im Markusevangelium: „Herr, hilf, wir verderben! Da sagt er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?“ Und er stand auf, bedrohte den Wind und das Meer, und es entstand eine große Stille. Gleich zu Beginn betonte Simon: „Den Gottesdienst gestalten wir alle zusammen.“ Und tatsächlich wurde es ein sehr lebendiger und bewegter Gottesdienst. Nach einer kurzen Einführung in die biblische Geschichte stellten die Jüngsten mit einer beeindruckenden Geräuschkulisse dar, wie es wohl damals bei dem Sturm auf dem See zuging. Blaue Tücher wurden zu hohen Wellen geschwenkt, Wasser wurde aus einem Holzboot geschöpft – und Jesus schlief. Doch dann stillte er den Sturm, und plötzlich wurde alles ruhig – auch in unserem Kirchenschiff.
Anschließend berichteten die Eltern aus ihrem Workshop und stellten die Ergebnisse ihrer Umfrage zu den „Stürmen des Lebens für Eltern“ vor. Dabei wurde deutlich, dass auch Erwachsene mit Ängsten und Herausforderungen zu kämpfen haben und dass man als Eltern manchmal viel Mut braucht. Gefragt wurde auch, was ihnen in schwierigen Zeiten Mut gegeben hat. Häufig genannte Antworten waren Familie, Freunde, Gebet, Gottvertrauen, ermutigende Worte vertrauter Menschen und die Entschlossenheit, nicht aufzugeben. Passend dazu erhielten alle Kinder und Jugendlichen ein selbst gebasteltes Segelschiff mit einem Mutvers von ihren Eltern – diesmal hatten also die Eltern für ihre Kinder gebastelt.
Die Sonntagsschulkinder zeigten außerdem, was gegen Angst helfen kann. In ihrem Workshop stellten sie kleine Duftsäckchen und Duftroller her, denn Düfte können beruhigen und Mut machen. Die Kinder aus dem Religionsunterricht berichteten aus ihrem Workshop zunächst von verschiedenen „Mutgeschichten“ aus der Bibel, etwa wie Daniel in der Löwengrube oder Noah und die Arche. Sie zeigten ihr zur Erinnerung an die „Stillung des Sturms“ selbstgebautes Holzboot.
Zum Abschluss brachte die Jugend noch einmal Bewegung in den Gottesdienst. Sie nannten Dinge, die Angst machen oder Mut geben, und die Gemeinde konnte durch Aufstehen oder Sitzenbleiben zeigen, wie sie selbst empfindet. Dabei wurde deutlich: Jeder erlebt Ängste und Mut ganz unterschiedlich.
Auch die Frage „Macht dir die Zukunft eher Angst oder Mut?“ blieb offen. Doch nach diesem Tag war allen klar: Egal, wie stürmisch das Leben manchmal sein kann – Jesus ist auf jeden Fall mit im Boot!
Neuapostolische Kirche